Kliniken im Landkreis

Notfallversorgung erhalten

Durch diese Meldung des SWR zeigt sich mal wieder was für eine unsoziale Politik die Grün-Schwarze Landesregierung fährt:

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/Reaktionen-auf-Bertelsmann-Stiftung-Weniger-Kliniken-Landesregierung-sieht-sich-bestaetigt,bertelsmann-krankenhaus-studie-bw-100.html

“Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) sieht sich durch die Bertelsmann-Studie zur Kliniklandschaft in Deutschland in seiner Politik bestätigt.”

In der Studie wurde aus wirtschaftlichen Gründen empfohlen die Hälfte aller Krankenhäuser zu schließen.

Unser Kreisverbandssprecher Moritz Kenk kommentiert dazu:

“Wer sich als Gesundheitsminister ernsthaft von einer Studie bestätigt sieht, die aus Wirtschaftlichen Gründen empfiehlt die Hälfte aller Kliniken zu schließen, der nimmt seinen Amtseid nicht wirklich ernst. Die LINKE Breisgau-Hochschwarzwald wird weiterhin gegen diese unsoziale Politik und für einen Erhalt der Notfallversorgung rund um die Uhr kämpfen. Es kann nicht angehen, dass Profitinteressen vor der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung stehen!”

Umstrukturierung: Helios – im Landkreis

14. Dezember 2018  Allgemein, Kliniken im Landkreis

Breisach benötigt eine gute medizinische Versorgung CC0 Pixabay

Zur Umstrukturierung der Helios-Kliniken im Landkreis schreibt Jürgen G. einen Brief an die Badische Zeitung:

Ganz Grundsätzlich ist es doch so. Wenn sich private Konzerne um die Gesundheitsversorgung als eines der zentralsten Elemente der öffenlichen Daseinsversorgung kümmern, kann dies eigentlich nicht funktionieren.

Hier die Interessen von Klinikkonzernen, dort der Wunsch der Bevökerung nach einer guten, bedarfsgerechten und wohnortnahen Gesundheitsversorgung. Trotzdem hat sich der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald vor Jahren dazu entschieden, genau diese Gesundheitsversorgung an den Klinikstandorten in Müllheim, Titisee-Neustadt und Breisach an den Helios-Konzern zu geben. Nun kam was kommen musste: Helios, ganz Unternehmen “welches am Markt bestehen muss,” hat Probleme am Standort Breisach und will seine Angebote der Gesundheitsversorgung verändern, um wieder mehr Gewinne zu erzielen.

Das Betriebkonzept des Breisacher Krankenhauses folgt nicht den Bedürfnissen der Bevölkerung und somit einem Bedarfsprinzip, sondern purer neoliberaler Marktlogik. Wenn der Breisacher Bürgermeister Herr Rein davon spricht ” dies sei das bestmögliche was zu erreichen wäre” für das Klinikum Breisach, klingt das wie eine politische Bankrotterklärung. Die Gewährleistung der notärztlichen Versorgung ist wohl aus Sicht von Helios wirtschaflich nicht attraktiv genug. Also weg damit. Oder zumindest sollen andere diese unliebsame Aufgabe mit tragen helfen.Solche Entwicklungen im Gesundheitswesen sind eine Schande in einem der reichsten Länder der Erde. Leider ist dies keine Ausnahmeerscheinung, sondern wir alle als Bürger im Raum Südbaden sehen gerade diverse Krankenhäuser “sterben”.

Zum Jahresende 2017 wurde das Klinikum Bad Säckingen geschlossen.
Das Ortenau-Klinikum soll aktuell umgebaut werden von 9 Standorten sollen nur noch 4 Standorte erhalten werden. Es scheint egal, ob sich die kleineren Krankenhäuser wie in der Ortenau in öffentlicher Trägerschaft, oder noch schlimmer in privater Trägerschaft befinden, ein schlüssiges und tragfähiges Konzept für diese Art Krankenhäuser, zu fehlen.

Was für Leistungen soll ein kleines wohnortnahes Krankenhaus erbringen und welche Art der medizinischen Versorgung wünschen sich die Menschen vor Ort?

Eines scheint sicher, unsere Gesundheit ist mit dieser Entwicklung akut gefährdet.
Es bleibt zu hoffen, dass sich der Kreistag bei seiner Sitzung am nächsten Montag (16.12.18) daran erinnert, welche zentrale gesellschaftliche Aufgabe dieses Breisacher Krankenhaus hat, und eine Lösung im Sinne der Bevökerung findet.”