Wirtschaftliche Perspektiven in der Eurozone

25. Juni 2014  Kommentare

Ein Kommentar von Dr. Peter Behnen

Der wirtschaftliche Optimismus ist verflogen. Das gilt zum Einen für die US-Wirtschaft, die erstmals seit drei Jahren im ersten Quartal 2014 wieder geschrumpft ist. Aber auch die Eurozone kommt über ihre Konjunkturschwäche nicht hinweg, hier lag das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal bei nur 0,2 Prozent. Angesichts dieser Entwicklung entsteht die Frage, wie die geldpolitischen und wirtschaftspolitischen Akteure reagieren werden bzw. reagieren müssten?

Ganzen Beitrag lesen »

DIE LEITZINSSENKUNG DER EZB -HISTORISCHE ENTSCHEIDUNG ODER SYMBOLISCHE GELDPOLITIK?

25. Juni 2014  Kommentare

Ein Kommentar von Dr. Peter Behnen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins auf den historischen Tiefstand von 0,15% gesenkt. Zudem müssen Banken einen Strafzins von 0,10% entrichten, sofern sie ihre Gelder bei der EZB parken. Die EZB gab bekannt, dass sie bis mindestens 2016 den Banken Gelder zum Festzins zur Verfügung stellen will, wenn sie sie abrufen. Die EZB hofft, dass die Banken ihre Gelder als Darlehen an vor allem mittelständische Unternehmen vergeben werden.

Die Reaktion bei vielen Ökonomen auf diese Maßnahmen der EZB fiel allerdings verhalten aus. Es wird nicht mit einer spürbaren Ausweitung der Kreditvergabe der Banken gerechnet. Das liegt vor allem daran, dass die Kreditnehmer wegen geringer Erwartungen an den Absatzmärkten nicht die erforderliche Nachfrage nach Krediten entfalten werden. Zum anderen werden viele Banken die billigen Gelder dazu benutzen, ihre Bilanzen zu bereinigen. Insofern wird die Hoffnung der Euroländer mit schleppender Konjunktur nun zu einer Trendwende zu kommen eine Illusion bleiben.

Ganzen Beitrag lesen »

Der Kapitalismus bei Marx, Piketty und Bontrup

19. Mai 2014  Theoretische Beiträge

Beitrag von Dr.Peter Behnen

 

Der Ökonom Thomas Piketty hat Furore gemacht. Sein Buch „ Kapital im 21. Jahrhundert“ wurde ein Bestseller, die amerikanische Ausgabe wurde von vielen englischsprachigen Publikationen nicht nur zur Kenntnis genommen sondern   viele Autoren widmeten Pikettys Thesen einen breiten Raum. Der Nobelpreisträger für Ökonomie Paul Krugman zum Beispiel meint, das Buch werde unser Denken über die Gesellschaft und Ökonomie nachhaltig verändern.  Auch deutsche Medien zogen inzwischen nach, obwohl das Buch erst im Oktober 2014 in deutscher Sprache erscheinen soll. Das Cover des Buches erinnert an „Das Kapital“ von Karl Marx und der Altmeister des Neoliberalismus Hans-Werner Sinn stellt fest: „ Das Buch erinnert an Karl Marx, Piketty hat einen ähnlich  emotionalen Schreibstil und er benutzt eine ähnliche Theorie.“(1)   Auch andere Ökonomen in der Bundesrepublik haben sich zu Wort gemeldet. Beispielsweise sei das Mitglied des Sachverständigenrates Peter Bofinger genannt. In einem Spiegel-Interview wirft er Piketty vor, einer Reihe von Fehlschlüssen zu unterliegen und eine Theorie vorzulegen, in der Theorie und Empirie weit auseinanderklafften.(2) Ganzen Beitrag lesen »